Kapelle – Michaelshof

Die Kapelle des Michaelshofes

kapelle-gesamt-bgEin Ort der Andacht
» mit einer über 130-jährigen Geschichte
» mit einer einmaligen Farbatmosphäre
» für die Bewohner, Mitarbeiter und Besucher des Michaelshofes.

Im Jahr 1845 wurde in Folge einer Initiative Johann Hinrich Wicherns von Rostocker Bürgern das „Rettungshaus für verwahrloste Knaben“ in Gehlsdorf gegründet. Der lang gehegte Wunsch nach einer Kapelle konnte realisiert werden, als Teile des Vermögens von H.W.F. Bölckow nach Maßgabe seines Vermächtnisses dem Gehlsdorfer Rettungshaus zuflossen. Bereits ein Jahr nach der Grundsteinlegung im Jahr 1879 konnte die Kapelle am 27.06.1880 eingeweiht werden.

In der Kapelle finden regelmäßig Andachten und Gottesdienste statt.


Geschichte und Ausstattung

Über viele Jahre hinweg wurden in der Kapelle, einem schlichten rechteckigen Raum mit einer angedeuteten Apsis im Westen, täglich Andachten gefeiert.

Noch in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts waren seitlich des Altarraums als Wandgemälde „Der gute Hirte“ und der „Hlg. Michael“ zu sehen, die später übertüncht wurden. In den 70er Jahren wurde gelbes Industrie- Butzenglas in die Fenster eingesetzt sowie unterhalb des Gebälks eine Decke aus Bastmatten eingezogen. In den Jahren 1999/2000 wurde die Kapelle unter Begleitung und Aufsicht der Denkmalpflege vollständig renoviert.

kapelle-innen-bgDie neue Farbgebung richtete sich nach den Farbgutachten eines Restaurators: Holzteile der Fenster in einem sehr dunklen Rot, die Verglasung mit antikglasähnlichen Scheiben in den Farben beige und leuchtend rot im Wechsel.

Die Kapelle ist mit alten Holzbänken ausgestattet. Altar und Lesepult wurden 2000 aus hellem Holz neu angefertigt und aus einer Spende finanziert. Die Wände mit ihren Strukturelementen sowie das wieder sichtbare Dachgebälk wurden mit der Farbe taigagrün in verschiedenen Helligkeitsgraden gestaltet.

Gegenüber der ursprünglichen Anordnung wurde die Blickrichtung „gedreht“: Der Altar steht jetzt, um eine Stufe erhöht, am Ostende der Kapelle und nicht mehr in der kleinen Apsis am westlichen Ende. Die Kapelle ist mit einer Lautsprecheranlage ausgerüstet.


Der Glockenturm

kapelle-glocke-bgkapelle-inschrift-bgAuf dem Dach der Kapelle befand sich von Anfang an ein Dachreiter mit einer kleinen Bet-Glocke. Die Glocke musste jedoch aus statischen Gründen schon bald entfernt werden. Seit den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts hing eine neue Glocke dann für lange Zeit in einem Glockenstuhl aus Metall direkt vor dem Eingang zum Karstenhaus. Bei der Renovierung 1999/2000 wurde der Dachreiter originalgetreu wieder hergestellt und ein neuer landschaftstypischer Glockenstuhl aus Eichenbalken an anderer Stelle errichtet, da der alte Glockenstuhl marode war. Die Glocke trägt folgende Inschrift: Seid aber Täter des Worts und nicht Hörer allein. (Jak.1,22)


Das Inventar

Es existiert eine hölzerne Taufe, die in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts aus Kollektenmitteln angeschafft wurde. Noch vorhanden, aber nicht in Nutzung, ist ein schlichtes weißes Altarparament. Des Weiteren gibt es ein Metall-Kruzifix aus den 90er Jahren sowie zwei Messingleuchter und ein Abendmahlsgerät aus Messing, bestehend aus Kelch, Patene und Oblatendose, vermutlich um 1970.

kapelle-abendmahlskelchAbendmahlskelch
kapelle-messingleuchterMessingleuchter
kapelle-metall-kruzifixMetall-Kruzifix